Dezember 2019 : Bereiten wir uns auf ein Jahr der echten Erneurung vor

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Im unbefleckten Herz Unserer Lieben Frau,

bereiten wir uns auf ein Jahr der echten Erneuerung vor

Liebe Freunde, liebe junge Freunde,

Wir sind gerade in ein neues liturgisches Jahr – das Lesejahr A – eingetreten. Unsere Gemeinschaft will es mit den Heiligen leben. Möge dieses Jahr uns über das Wirken der Gnade Gottes in unseren älteren Brüdern und Schwestern begeistern. Sie freuen sich darüber, Gott sehen zu dürfen. Sie arbeiten mit den Engeln, damit der Plan Gottes sich verwirklicht: der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens, der das Reich des Herzens Jesu und die Zivilisation der Liebe vorbereitet. Die aktuellen Ereignisse in der Welt scheinen der Prophezeiung Fatimas zu widersprechen. Seien wir nicht davon entmutigt! Meditieren wir das Wort Gottes. Es ist unser zuverlässiges Licht. Am 29. November wurden wir durch die Prophezeiung Daniels (Dn 7,2-14) gestärkt. Sie erleuchtet alle Perioden der Geschichte. Am Anfang beschreibt sie die verschiedenen schrecklichen Tiere, die Reiche darstellen, die viel Übel vergangen verursacht haben. Die Mächte des Bösen werden trotzdem nicht siegen. Nach der Vision der Gewalten sah Daniel einen „Hochbetagten“, dessen Kleid weiß wie Schnee und dessen Haar wie reine Wolle war.“ Dann hat Daniel eine andere Tafel gesehen: „ einen wie einen Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter.“

Möge diese Prophezeiung uns dazu helfen, die Sturmzeiten gelassen zu leben. Der Hochbetagte ist selbstverständlich Gott, der Vater. Jesus ist derjenige, der wie ein Menschensohn ist. Der KKK erklärt: „312. So kann man mit der Zeit entdecken, dass Gott in seiner allmächtigen Vorsehung sogar aus den Folgen eines durch seine Geschöpfe verursachten moralischen Übels etwas Gutes zu ziehen vermag. Josef sagt zu seinen Brüdern: ,,Nicht ihr habt mich hierher geschickt, sondern Gott... Ihr habt Böses gegen mich im Sinne gehabt, Gott aber hatte dabei Gutes im Sinn ... um ... viel Volk am Leben zu erhalten" (Gen 45,8). Aus dem schlimmsten moralischen Übel, das je begangen worden ist, aus der durch die Sünden aller Menschen verschuldeten Verwerfung und Ermordung des Sohnes Gottes, hat Gott im Übermaß seiner Gnade (Röm 5,20) das größte aller Güter gemacht:die Verherrlichung Christi und unsere Erlösung. Freilich wird deswegen das Böse nicht zu etwas Gutem. 313 ,,Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt" (Röm 8,28). Das bezeugen die Heiligen immer wieder.

Der Glaube und die Hoffnung der Kirche sind auf die Offenbarung gegründet und sie bewahren uns in der Zuversicht des Herzens. Sie lassen uns dagegen den Leiden so vieler unserer Mitmenschen gegenüber nicht gleichgültig werden: den, der Familien der dreizehn Soldaten, die in Mali gerade umgekommen sind, den derer, die geliebte Menschen im Nähen Osten, in China, in Afrika und in anderen Ländern verloren haben. In der 3. Seligpreisung hat Jesus die Weinenden selig erklärt. Er lädt uns ein, unsere Sünden, die Sünde der Menschheit und auch deren Folgen zu beweinen. Er lädt uns auch ein, mit den Weinenden zu weinen und das evangelische Mitleid auszuüben.

Für die Freunde ULF vom Schnee ist Dezember ein marianischer Monat. Er bereitet uns vor auf das große Fest ULF vom Schnee, Weihnachten und das neue Jahr. Erneuern wir unsere Weihe am Unbefleckten Herzen Mariens und bereiten ein Jahr der echten Erneuerung in der Wahrheit vor.

1.Teil: Zu Beginn...

Bemühungen

Energie und Mut üben, um gegen Lauheit und Gleichgültigkeit zu kämpfen.

Wortgottes Rm, 6, 15-23

2. Teil: Die verschiedenen Rubriken

1. Rubrik: Disziplin

Mut, um die Lauheit zu bekämpfen.

Am 3. Mai 2016 hat Papst Franziskus die lauen, mutlosen Christen beschuldigt: „Diese tun so viel Übel der Kirche an. Diese Lauheit verursacht so viele Probleme unter uns. Wir haben keinen Horizont mehr, keinen Mut mehr, keinen Mut zum Himmel zu beten oder das Evangelium zu verkünden. Wir haben nur noch den Mut, uns einzusetzen für unsere kleinen Dinge, unsere Eifersüchte, unsere Lust, unseren Karrierismus, um egoistisch voranzugehen.“ Üben und entwickeln wir die Tugend des Mutes!

2. Rubrik: Vorausplanung

Was wollen wir tun, damit das Jahr 2020 ein echtes Jahr der Erneuerung ist? Entdecken wir jeden Tag begeisternd das Leben eines Heiligen. Bereiten wir uns wohl in diesem Monat vor, auf die Feste der Jungfrau Maria: Die Unbefleckte Empfängnis, ULF von Loreto,  ULF von Guadalupe, ULF vom Schnee. Bereiten wir uns intensiv darauf vor, eine echte christliche Weihnachten zu leben.

3. Rubrik: Geistliches Wort: Im Unbefleckten Herzen Mariens bereiten wir uns auf ein Jahr der echten Erneuerung vor.

Die Bibelstelle für Dezember ist der 7. Brief, den der hl. Johannes im Namen Jesu zu der Kirche Laodizea schreibt. Exegeten meinen: „Laodizea stellt die Kirche der Illusion dar. Sie glaubt reich zu sein und nichts zu bedürfen. Gott denkt anders. Der Zeitgeist der Welt ist in die Kirche eingezogen und hat auf die Gläubigen abgefärbt: Sie glauben, sie seien geistlich reich aber sie irren sich. Fünf Adjektive schallen wie Kanonschläge: jämmerlich, erbärmlich, arm, blind und nackt. So ist der geistliche Zustand dieser Gläubigen nach der Meinung Gottes beschrieben. Die kennen die echte Herrlichkeit des Herrn nicht. Sie ignorieren den geistlichen Reichtum seines Wortes und den seiner Sakramente. Sie können ihre Gedanken nicht bis zu oberen Dingen  erheben. Sie bleiben dadurch der Erde gefangen, wissen nicht zu unterscheiden. Sie besitzen das Privileg nicht, mit den Kleidern aus feinen Leinen der Reinheit Gottes angezogen zu werden. Was für eine traurige Realität!“

Die Lage der Christen in Laodizea scheint die Krise unseres Abendlandes, das christliche Wurzeln hat, zu beschreiben. Lauheit und Gleichgültigkeit verbreiten sich in unserem Westeuropa! Das Unbefleckte Herz Mariens lädt uns zu einer echten Gewissenserforschung ein: Sind wir lau und gleichgültig? Diese Gewissenserforschung zielt nicht auf die Entmutigung sondern auf die echte Erneuerung, zu der Gott uns ruft.

Jesus rät uns, bei ihm Gold – das im Feuer geläutert ist – zu kaufen, damit wir reich an Gott werden; weiße Kleider, damit wir nicht nackt dastehen und uns schämen müssen; Salbe für unsere Augen, damit wir sehen können.

Hier versinnbildlicht das Gold die göttlichen Gaben: die heiligmachende Gnade, die göttlichen Tugenden, die Eucharistie. ULF vom Schnee lädt uns ein, die Ratschläge von Jesus umzusetzen. Wenn wir ein Jahr der Erneuerung leben wollen, nehmen wir die übernatürlichen Mittel, die er uns gibt. Empfangen wir die Sakramente öfter – sinnlich wahrnehmbare, wirksame Zeichen - durch die die Gnade Jesu uns vermittelt ist -.

Das weiße Kleid, von dem Jesus spricht, lässt uns an die Reinheit Gottes denken. ULF vom Schnee, das Unbefleckte Herz, ist von ihm vollkommen bekleidet. Bitten wir die Jungfrau Maria furchtlos und vertrauensvoll, uns dieses Kleid anzuziehen, das wir am Tag unserer Taufe empfangen haben. Mutter Maria Augusta lädt uns ein, den schönen und begeisternden olympischen Kampf der Reinheit zu führen und führen zu lassen. Die Reinheit des Unbefleckten Herzens Mariens und die von Mutter Maria Augusta sollen uns nicht entmutigen. Maria Magdalena, die Ehebrecherin, Augustinus, Charles de Foucault hatten ihre Reinheit verloren. Die Gnade Gottes aber hat ihnen ermöglicht, das weiße Kleid, von dem Jesus spricht, anzuziehen. Eine Überlieferung berichtet, Maria Magdalena sei diejenige, die Jesus nach der Jungfrau Maria am meisten geliebt hat! Also, in dieser Welt, die durch so viele Unreinheiten gekennzeichnet ist, beten wir vertrauensvoll an Jesus und ULF vom Schnee. Sie wollen uns reiche Gnaden der Reinheit geben. Sursum corda, erhebt die Herzen – dies sagte unser Gründer gern häufig. Sehnen wir uns nach dem Schönen, dem Großen dem Reinen. Sehnen wir uns nach Gott.

Das dritte Heilsmittel, das Jesus uns empfiehlt, ist eine Salbe für unsere Augen, um besser zu sehen. Die Christen, zu denen Jesus sich wendet, haben schon die Gnade des Glaubens empfangen. Die „Augen ihrer Augen“ wurden schon am Tag ihrer Taufe durch die Gabe der göttlichen Glaubenstugend geöffnet, damit sie an Gott glauben können. Aber die materialistische Umgebung, in der sie in Laodizea lebten, hatte zur Folge: Ein Schleier wurde auf die Augen ihrer Seele gelegt! Sie brauchen eine Salbe, um das Unsichtbare wieder sehen zu können. Der hl. Johannes Paul II. und Benedikt XVI. haben von der Abwesenheit Gottes oder von der Verfinsterung Gottes in unserer Zeit gesprochen. Papst Franziskus hat von „ideologischen Kolonisierungen“ gesprochen, die die Gefahr mit sich bringen, die Christen lau und fade zu machen. Bitten wir ULF vom Schnee um diese Salbe, der wir bedürfen, damit wir im Glauben treu und standhaft bleiben. Die Heiligen, die wir dieses Jahr mehr verehren wollen, sind unsere Vorbilder. Beten wir zu ihnen und ahmen sie nach. Seien wir das Salz der Erde und das Licht der Welt.

ULF vom Schnee will uns helfen, Jesus unser Herz zu öffnen. Er sagt zu uns: „Wen ich liebe, den weise ich zurecht und nehme ihn in Zucht. So werde also eifrig und kehr um! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Fürchten wir uns also nicht vor Jesus energischen Worte. Er ist unser guter Hirte. Er will uns nicht zu unserem Unglück zurechtweisen sondern zu unserem echten Glück. Im Unbefleckten Herzen Mariens ULF vom Schnee, lasst uns umkehren und uns für ein echtes Jahr der Erneuerung einsetzen. Vergessen wir es nicht: Die Bekehrung ist eine Gnade. Es genügt, Jesus die Tür unseres Herzens zu öffnen. Er steht an der Tür und klopft an.

Letztendlich will uns ULF vom Schnee verstehen lassen: Jesus weist uns mutig und energisch zurecht, er ruft uns zur Umkehr, weil Er uns liebt. Hier steht letzten Endes die große Botschaft des letzten Briefes Jesus zu den Kirchen im Buch der Offenbarung. Möge uns das Unbefleckte Herz Mariens die Gnade erlangen, dass wir die Liebe Jesu nie bezweifeln.

Dieser Brief enthüllt auch, dass Jesus die Wahrheit in Person ist, „der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge.“ Am kommenden Fest ULF vom Schnee bitten wir unseren Herrn durch die Fürsprache des Unbefleckten Herzens Mariens, uns in Wahrheit zu heiligen. Das Jahr 2020 wird ein echtes Jahr der Erneuerung sein, wenn wir von Jesus in der Wahrheit geheiligt werden. In der Wahrheit geheiligt zu werden, heißt in der Wahrheit, die Jesus selbst ist. Das will ULF vom Schnee am 14. oder 21. Dezember in Saint Pierre de Colombier uns verstehen lassen!

Der Schluss dieses Briefes sollte uns begeistern: „Wer siegt, dem werde ich verleihen, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich gesiegt und mich zu meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.“ Bezeugen wir die christliche Hoffnung. Jesus begnügt sich nicht, uns zu verzeihen, er erlangt uns die Gnade, durch ihn, mit ihm und in ihm zu siegen. Er wird uns auf seinen Thron setzen lassen. Nach ihrer Himmelfahrt hat die Jungfrau Maria Anteil am Königtum ihres Sohnes. In einem Mosaik in Sankt Maria Maggiore in Rom ist sie so dargestellt: Sie sitzt auf dem Thron Jesu, des Königs der Könige und des Herrn der Herren.

Möge diese neue Adventszeit uns auf das Weihnachtsfest und das Jahr der Erneuerung vorbereiten. Mögen der hl. Josef und die Jungfrau Maria uns helfen, das Jesus Kind anzubeten, das Wort des Vaters, das zum Menschen geworden sind, damit wir zu Kindern Gottes werden!

4. Rubrik: Weiterbildung

Wir laden Sie ein, einige Nummer des KKK zu vertiefen, die mit dem Thema unseres geistlichen Wortes verbunden sind. Die Heiligen waren immer Quelle und Ursprung von Erneuerung. (KKK 828). Sie bezeugen, dass der Hl. Geist die Quelle ihrer Heiligkeit ist. Jesu Kirche ist heilig, weil sie die Macht hat, die sündigen Menschen zu reinigen und zu heiligen. Durch sie und in ihr können wir ein echtes Jahr der Erneuerung leben. (KKK 670, 821, 827, 1428).

5. Rubrik: Aktion

Am 24. Dezember 1984 hat das Unbefleckte Herz Mariens Don Gobbi diese folgende Botschaft gegeben. Ihre Worte sind immer noch aktuell. :„Meine Botschaft, die ich euch als himmlische Prophetin der letzten Zeiten gebe, erscheint euch in dieser Heiligen Nacht klarer. Bereitet euch auf die zweite Weihnacht Jesu in Herrlichkeit vor: Er ist dabei, zu kommen, um unter euch zu herrschen. Die Wege, auf denen er kommen wird, sind jene des Gebetes und des Leidens… Die Herzen der Menschen sind vom Hass und von der Sünde ausgedörrt; die Nationen und die Völker rebellieren gegen ihren Gott und große Finsternis umhüllt sie; die Menschheit will die Tore für Christus, der da kommt, nicht weit aufreißen… Wie für mich, so sind auch für euch die Leiden, die der Herr von euch erbittet, ein Teil seines liebevollen Planes. Die Schmerzen müssen sich für alle vergrößern, je mehr sich seine neue Geburt nähert. Nehmt sie an, so wie es die himmlische Mutter getan hat… Wandelt im Licht des Sternes… Und lebt jede Stunde eures Lebens in größtem Vertrauen und in der freudigen Erwartung der herrlichen Wiederkunft meines Sohnes Jesus.“

Mit Freude werden wir Sie am Samstag, 14. Dezember oder am Samstag, 21. Dezember in St Pierre de Colombier empfangen. ULF vom Schnee erwartet Sie, um ihre große Mutterliebe in Ihre Seele einzugießen. Ich bedanke mich für Ihre Gebete und Botschaften anlässlich des Todes meines Vaters. Sie haben mich sehr berührt. Ich segne Sie mit Zuneigung und versichere Ihnen der Gebete und der Zuneigung Mutter Magdeleine’ und aller unserer Brüder und Schwestern. Ich danke Ihnen für Ihre Gebete, damit der Himmel alle notwendigen Gnaden für den Bau der Gebetsstätte ULF vom Schnee schenkt. Auf unserer Webseite können Sie dem Fortschreiten des Baus des ersten Teils des Projekts folgen. Gesegnete Advent und Weihnachten!

  Pater Bernhard.

 

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