Februar 2019 : beten, lieben, leiden, aufopfern und schweigen

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BETEN, LIEBEN, OPFERN AUF, LEIDEN UND SCHWEIGEN WIR. MIT UL Fr VON LOURDES GLAUBEN WIR AN DIE STÄRKE DES SCHWEIGENS

Liebe Freunde, liebe junge Freunde,

I. Einleitung

Der Monat Januar wurde durch die Demonstrationen der „Gelbwesten“, den Marsch für das Leben, die Weltjugendtage in Panama gekennzeichnet. 100 000 Jugendliche haben an den Weltjugendtagen teilgenommen. 600 000 Jugendliche und Erwachsene haben am Samstagabend der Andacht und der Messe beigewohnt. Die jungen Franzosen wurden durch den Empfang der armen Familien in Panama sehr berührt. Diese hatten nichts aber sie haben ihnen alles gegeben! Wir freuen uns sehr, dass die nächsten Weltjugendtage in Lissabon stattfinden. Mögen alle Teilnehmer und alle anderen Getauften in der Welt den marianischen Wahlspruch von Panama in ihrem Leben umsetzen: „Ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe nach deinem Wort.“ Die Jugendlichen, die sich von der Jungfrau Maria führen lassen und sich ihrem Unbefleckten Herzen weihen werden, werden zu Vorkämpfern der Erneuerung der Kirche und der Welt.

Wir haben mehrmals die 5 Wörter unseres geistlichen Wortes wiederholt: beten, lieben, leiden, aufopfern, schweigen. Kardinal Robert Sarah spricht in einem seiner letzten Bücher von der Stärke des Schweigens. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. erlangt durch die Stärke seines Schweigens der Kirche und der Welt viele Gnaden.

Das Zeugnis von Erzbischof Gänswein, das er in der päpstlichen Universität Gregoriana am 21. Mai 2016 gegeben hat, sollte uns helfen, nach Benedikt XVI. dieses geistliche Wort mit Früchten zu leben

Seit der Wahl seines Nachfolgers Franziskus am 13. März 2013 gibt es also keine zwei Päpste, aber de facto ein erweitertes Amt - mit einem aktiven und einem kontemplativen Teilhaber. Darum hat Benedikt XVI. weder den weißen Talar noch seinen Namen abgelegt. Darum ist seine korrekte Anrede auch heute noch „Heiliger Vater“, und darum zog er sich auch nicht in ein abgelegenes Kloster zurück, sondern in das Innere des Vatikans – als sei er nur beiseite getreten, um seinem Nachfolger und einer neuen Etappe in der Geschichte des Papsttums Raum zu geben, den er mit diesem Schritt um das Kraftwerk seines Gebets und Mitleidens in den Vatikanischen Gärten bereichert hat. Das wird bleiben in der Kirchengeschichte, in der der weltberühmte Theologe auf dem Stuhl Petri im Jahr 2013 zum ersten „Papa emeritus“ der Geschichte wurde. Seitdem ist seine Rolle – schon wieder – auch völlig anders als etwa die des heiligen Papstes Coelestin V., der nach seinem Rücktritt im Jahr 1294 wieder Eremit werden wollte 

An seine  letzte Generalaudienz, am 27. Februar 2013 fasste der scheidende Papst auf dem Petersplatz sein Pontifikat zum Abschied unter unvergesslich makellosem, blauem Himmel in folgenden Worten zusammen: „Es war eine Wegstrecke der Kirche, die Momente der Freude und des Lichtes kannte, aber auch Momente, die nicht leicht waren. Ich habe mich gefühlt wie Petrus mit den Aposteln im Boot auf dem See Gennesaret: Der Herr hat uns viele Sonnentage mit leichter Brise geschenkt, Tage, an denen der Fischfang reichlich war, und es gab Momente, in denen das Wasser aufgewühlt war und wir Gegenwind hatten, wie in der ganzen Geschichte der Kirche, und der Herr zu schlafen schien. Aber ich habe immer gewusst, dass in diesem Boot der Herr ist, und ich habe immer gewusst, dass das Boot der Kirche nicht mir, nicht uns gehört, sondern ihm. Und der Herr lässt sie nicht untergehen. ER ist es, der sie lenkt, sicherlich auch durch die Menschen, die er erwählt hat, denn so hat er es gewollt. Das war und ist eine Gewissheit, die durch nichts verdunkelt werden kann.“

Persönlich, muss ich gestehen, könnten mir bei diesen Worten jetzt noch die Tränen kommen, zumal ich aus nächster Nähe bezeugen kann, wie unbedingt Papst Benedikt die Worte des heiligen Benedikt für sich und seinen Dienst übernommen hat, gemäß denen der „Liebe zu Christus nichts vorzuziehen ist“, wie es in jener Regel heißt, wie sie uns von Papst Gregor dem Großen überliefert wurde. Als Zeitzeuge aber bin ich jetzt noch fasziniert von der Präzision dieser letzten Analyse auf dem Petersplatz, die so poetisch klang und doch nichts anderes als prophetisch war. Denn es sind ja Worte, die heute auch Papst Franziskus ohne weiteres sofort unterschreiben könnte und würde. Nicht die Päpste, sondern Christus, der Herr selbst und kein anderer ist der Besitzer des Schiffleins Petri in den sturmgepeitschten Wellen, wo wir immer wieder neu befürchten, der Herr sei eingeschlafen und er nehme keinen Anteil an unserer Not – der doch jeden Sturm mit einem einzigen Wort zum Verstummen bringen kann, wo uns allerdings mehr als die hohen Wellen und das Heulen des Windes, wohl vor allem unser Unglaube, unser Kleinglaube und unsere Ungeduld immer wieder neu in Panik versetzen. Erzbischof Gänswein endete, indem er: „von einem tröstenden Blick frei auf die ruhige Unbeirrtheit und Gelassenheit Benedikts XVI. am Steuer des Schiffes Petri in den dramatischen Jahren von 2005 bis 2013.“ sprach. Möge dieses Zeugnis uns dazu helfen, Februar heiter zu leben, um Gnaden für das Heil der Seelen zu erlangen und das Vertrauen auf die Kirche zu bewahren.

Für den Welttag der Kranken ermutigt Papst Franziskus, die Kultur der Selbstlosigkeit und der Hingabe zu fördern. Dies ist unentbehrlich, um die Kultur des Profits und des Abfalls zu beenden..

Bemühungen: Seine Zunge siebenmal im Mund drehen, um nicht zu kritisieren.

Wortgottes: Matthäus 25,31-46

II. Vertiefung der Rubriken des Notizbuches

1. Rubrik: Disziplin   

Mutiger sein, um einen notwendigen „Sisalhandschuh“ zu machen aber mit Demut, Wahrheit und Liebe, im Hinblick auf das Wohl unseres Nächsten. Demütig Dankbar sein, um den „Sisalhandschuh“ im Hinblick auf unser wahres Wohl – der Heiligkeit – zu empfangen.

2. Rubrik: Vorausplanung

Planen wir vor, Kranke, einsame Personen oder sogar Gefangene zu besuchen. Setzen wir Mt 25, 31-46 in die Praxis um!

3. Rubrik: Beten, lieben, leiden, aufopfern und schweigen!

Am 11. Februar 1984 schrieb der Hl Johannes Paul II. einen ganz wichtigen apostolischen Brief über das Leiden: „Salvifici doloris“= „von erlösendem Leiden“. Er reifte lange in und durch sein eigenes Leiden. Am letzten Angelus vom Mai 1994 hatte er noch von der Wichtigkeit des Leidens gesprochen. Er hatte gerade das Krankenhaus verlassen. Er hatte sich für die Gnadenzeit bedankt, die Gott ihm erwiesen hatte: einen Monat im Krankenhaus! In seinem Leiden hatte er verstanden, dass dieses Leiden für die bedrohte Familie notwendig war. Das Handeln und die Worte genügten nicht mehr, um die Familie zu verteidigen und die Verantwortlichen der Nationen zu überzeugen. Gott wollte, dass der Papst für die Familie litt. Johannes Paul II. hatte dann erklärt, dass das Evangelium des Leidens das höchste Evangelium sei. Mutter Maria Augusta sprach von Leiden im Lieben und Lieben im Leiden. Verstehen wir es tief, obwohl wir zur Zeit den Eindruck haben, dass unser Wirken für den Dienst der Wahrheit und die Verteidigung des Lebens und der Familie scheitert. Unsere Gründer sagten, es gebe kein Grundscheitern sondern nur ein Formscheitern!

In dieser Zeit der Verwirrung und Aufregung ahmen wir Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Kardinal Robert Sarah nach: Beten, lieben, leiden, opfern wir auf und schweigen wir. Was wir nicht durch unser Zeugnis und unsere Worte geschaffen haben, das wird Gott zu gegebener Zeit tun. Er braucht dringend „miterlösende Seelen“ für das Heil der Seelen und die Erneuerung der Kirche und der Welt. Am 6. Februar werden wir den 38. Todestag von Marthe Robin nicht vergessen. Möge sie uns dazu verhelfen, Jesus beim Tragen des Kreuzes zu helfen und die Freude des Evangeliums auszustrahlen! Marthe Robin will uns an Das Kreuz und die Freude erinnern!

Johannes Paul II. hat sich nicht damit begnügt, vom „höchsten„ Leidensevangelium zu sprechen. Er hat es heldenhaft gelebt. Die letzten Jahre seines Amtes waren besonders prüfend. Denjenigen aber, die ihn aufdrängten, zurückzutreten, antwortete er: „Jesus ist nicht vom Kreuz herabgestiegen.“ Benedikt XVI. hat viel nachgedacht, bevor er am 11 Februar 2013 auf sein Petrusamt verzichtete. Der emeritierte Papst betet, leidet, opfert auf und schweigt wie Johannes Paul II. in den letzten Jahren seines Pontifikats. Die Stärke seines Schweigens streicht seine lichtreichen Lehren deren viele zur Lehre der Kirche gehören, nicht. Diese beiden Päpste bezeugen den Wert des erlösenden Leidens.

Die hl Jacinta von Fatima, die wir im Februar feiern werden, hat mit ihrem Bruder Francisco und ihrer Kusine Luzia, das Leidenevangelium fruchtbar gelebt!

In Lourdes lehrt uns die Jungfrau Maria, wie man beten soll: Buβsakrament, Messe, eucharistische Anbetung und Rosenkranz. Durch das Leben von der hl Bernadette ruft sie uns, im Lieben für die Bekehrung der Sünder zu leiden, ihr unsere kleinen Opfer, die das Herz Jesu trösten, zu schenken und zu schweigen wie Sr Marie-Bernhard es in Nevers bis zum Tod getan hat. So werden wir die Fruchtbarkeit der Stärke des Schweigens erfahren. Unser Gründer sagte uns immer wieder: Das Gute macht keinen Lärm, der Lärm macht kein Gutes!

4. Rubrik: Weiterbildung:

Forum in Sens, von 16. bis zum 17. Februar 2019.

Thema: Die Lehre von Johannes Paul II.

5. Rubrik: Aktion Mt 25, 31-46 umsetzen:

Was wir für den geringsten Brüdern Jesus getan haben, das haben wir unserem Herrn getan. Papst Franziskus schreibt in seiner Botschaft für den Welttag für die Kranken: „Angesichts von Wegwerfkultur und Gleichgültigkeit will ich dringend unterstreichen, dass die Gabe das Paradigma sein muss, das den Individualismus und die heutige gesellschaftliche Zersplitterung herausfordern kann, um neue Beziehungen und verschiedenartige Formen der Kooperation zwischen den Völkern und Kulturen anzuregen. Der Dialog als Voraussetzung zur Gabe eröffnet Beziehungsfelder für menschliches Wachstum und Entwicklung, welche die eingespielten traditionellen Schablonen der Machtausübung in der Gesellschaft durchbrechen können. Die Gabe ist nicht identisch mit der Handlung des Schenkens, denn man kann sie nur dann so nennen, wenn man sich selbst dabei hingibt; sie darf sich nicht auf die bloße Übergabe eines Eigentums oder irgendeines Gegenstandes beschränken. Die Gabe unterscheidet sich eben gerade deshalb vom einfachen Schenken, weil man sich selbst in ihr hingibt und sie den Wunsch voraussetzt, eine Beziehung einzugehen. Die Gabe ist also vor allem eine gegenseitige Anerkennung, welche wiederum ein unverzichtbares Kennzeichen sozialer Bindung ist. In der Gabe erkennen wir den Widerschein der Liebe Gottes, die ihren Höhepunkt in der Menschwerdung seines Sohnes Jesus und in dem Ausgießen des Heiligen Geistes erreicht.“ „Sich hingeben ist das Bedürfnis der Gabe“, sagte Mutter Maria Augusta.

6. Rubrik: Austausch

Die Gemeinschaft wurde beim Marsch in Paris gut vertreten. Zahlreiche Jugendliche haben daran teilgenommen. Zwei Tage vorher, in Washington, gab es auch den großen Marsch für das Leben mit der Unterstützung des Präsidenten und des Vizepräsidenten.

Wir freuen uns über die Gnaden, die UL Fr vom Schnee den Familien durch die Visitation ihrer Pilgerstatuen gibt. Wenn Ihr eine empfangen möchtet, wendet Euch bitte an eines unserer Häuser. Wir sagen Gott Dank für die Entwicklung der Sühnesamstage. Seien wir eifrig, um die Bitten UL Fr von Fatima zu erfüllen und so den Triumph ihres Unbefleckten Herzens zu beschleunigen. Wir danken Euch für Eure Gebete und Großzügigkeit. Ich versichere Euch des Gebetes und der Zuneigung von Mutter Magdeleine und aller unserer Brüder und Schwerstern. Ich segne Euch mit Zuneigung und vertraue Euren Gebeten alle unsere Anliegen an. Wir wünschen Euch einen hl Monat Februar im Johannes Paul II. Jahr. Er bereitet uns vor, die hl Fastenzeit zu leben. Dieses Jahr beginnt sie am Aschermittwoch, 6. März.

Pater Bernhard

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