November 2026: Dir alleine, Jesus, wird die ganze Ehre unserer Heiligung zukommen!
November 2026: Dir alleine, Jesus, wird die ganze Ehre unserer Heiligung zukommen!
Liebe Freunde, liebe junge Freunde
Der Rosenkranzmonat für den Frieden ist gerade zu Ende gegangen. Wir haben uns bemüht, den Aufrufen unseres Papstes Leo XIV nachzukommen, indem wir jeden Tag den Rosenkranz für den Frieden gebetet haben. Die Welt ist leider immer noch nicht im Frieden, aber wir dürfen uns nicht entmutigen lassen. Frankreich hat in diesem Oktober sehr gewalttätige Unruhen erlebt, die zahlreiche Verletzte unter den Ordnungskräften und erhebliche mutwillige Sachschäden durch organisierte Plünderungen verursacht haben! Und in Deutschland kam es zu Ausschreitungen nach den Jugendprotesten, die sich u.a. mit den Protestierenden in Frankreich solidarisieren wollten.Beten wir für die Verletzten und für diejenigen, deren Geschäfte völlig verwüstet wurden. Unmittelbar nach der Zeit der Gnade, die die apostolische Reise unseres Papstes darstellte, erleben wir in Frakreich, aber auch im Rest Europas "zerstörerische Barbarei“. Lasst uns nicht den Mut verlieren und diesen Monat der letzten Dinge in größerer Gemeinschaft mit den Heiligen im Himmel und den Seelen im Fegefeuer leben, die allen, die Prüfungen durchleben, Gnaden des Trostes, der Kraft, der Liebe und der Vergebung erwirken können. Die Heiligen und die Seelen im Fegefeuer rufen uns dazu auf, aktive Werkzeuge unserer Kirche und Erbauer der Zivilisation der Liebe zu sein – der einzigen Zivilisation, die wahren Frieden für die Familie der Nationen hervorbringen kann.
Bemühungen
Lasst uns unsere Standespflichten im Geiste der Vollkommenehit und der Liebe erfüllen.
Wort Gottes: die Bergpredigt : Mt 5-7.
Die vollständige Lektüre dieser Predigt kann für jeden von uns in diesem Monat, in dem die Heiligen uns zur Heiligkeit aufrufen, erleuchtend sein.
1) Disziplin
Eine lebendige, tägliche Beziehung zu unserem Schutzpatron und den anderen Heiligen sowie zu den Seelen im Fegefeuer zu pflegen, für die wir jeden Tag Ablässe erlangen können.
2) Vorrausplanung
Liturgie :
1. Nov.: Allerheiligen;2. Nov.: Allerseelen; 9. Nov.: Weihetag der Lateranbasilika Lateran;
11. Nov.: Hl. Martin,
15. Nov.: Volkstrauertag; 17. Nov.: Hl. Getrud, die Große; 21. Nov.: Die Darstellung Mariens im Tempel (die Priester und Gottgeweihten erneuern ihre Zölibatsversprechen oder ihre Gelübde);
So 22. Nov.: Hochfest Christkönig;
So 29. Nov.: 1. Adventssonntag, Beginn des neuen liturgischen Jahres B.
3) Geistliches Wort: Dir alleine, Jesus, wird die ganze Ehre unserer Heiligung zukommen!
DIE BERGPREDIGT (Mt 5-7) : DIE HEILIGKEIT DEM HERZEN JESU NACH !
Die Seligpreisungen, Leitfaden zur Heiligkeit (Mt 5,3–16). Die acht Seligpreisungen lassen sich als die acht Eigenschaften der Liebe gemäß Jesus, Maria und Josef interpretieren. Entscheiden wir uns für Gott und nicht für das Geld (1. Seligpreisung). Lasst uns lieben wie Jesus in der Sanftmut der Liebe (2. Seligpreisung). Lasst uns Mitgefühl für die Leiden unserer Brüder haben und teilen wir das Leiden Jesu während seiner Agonie für das Heil der Seelen (3. Seligpreisung). Lasst uns nach Gerechtigkeit und Heiligkeit hungern und dürsten (4. Seligpreisung). Seien wir barmherzig (5. Seligpreisung). Lasst uns dank der Gnade Gottes ein reines Herz haben (6. Seligpreisung). Seien wir wahre Friedensstifter (7. Seligpreisung). Lasst uns trotz Verfolgungen mutig Zeugnis für Jesus ablegen (8. Seligpreisung). Wir werden uns der Glückseligkeit des Himmels erfreuen, indem wir uns auf das Reich Gottes vorbereiten und Zeugnis für die Heiligkeit ablegen, Quelle der Freude im Heiligen Geist.
Die vollkommene Gerechtigkeit = die Heiligkeit (Mt 5,17–48). Jesus ist nicht gekommen, um das Gesetz aufzuheben, sondern um es zu erfüllen = es zur Vollkommenheit zu führen. Die Gerechtigkeit-Heiligkeit offenbart sich vor allem in der Liebe zu den Feinden. So werden die Jünger Jesu vollkommen sein, wie ihr himmlischer Vater vollkommen ist (Mt 5,48).
Jesus ruft uns dazu auf, drei gute Werke zu vollbringen (Mt 6,1-18): Almosen, Gebet und Fasten. „Hütet euch“, sagt Er uns, „davor, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen, um von ihnen beachtet zu werden.“ Die Gerechtigkeit und Heiligkeit darf nicht zur Schau gestellt werden, sie dient der Ehre Gottes!
Der Jünger Jesu soll nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit trachten; alles andere wird ihm dazu gegeben (Mt 6,33). Sein Schatz ist im Himmel. Das Licht, so sagt uns Jesus, ist mit der Finsternis unvereinbar. Man muss sich für einen Herrn entscheiden: Gott oder den Mammon (Mt 6,19–34).
Gerechtigkeit und Heiligkeit dürfen nicht nur auf der Ebene der Grundsätze bleiben, sondern müssen im täglichen Leben Gestalt annehmen (Mt 7,1–27): Nicht richten (= verurteilen), damit man nicht gerichtet wird (Mt 7,1–5); heiliges Gut nicht verschwenden (Mt 7,6); im Gebet beharrlich und ausdauernd sein (bitten, suchen, anklopfen) und an dessen Wirksamkeit glauben (Mt 7,7–11), denn unser Vater im Himmel ist gütig; niemals die Goldene Regel vergessen: andere so behandeln, wie man selbst von ihnen behandelt werden möchte (Mt 7,12); den schmalen Weg wählen und nicht den breiten Weg des Verderbens (Mt 7,12–14); klug und wachsam sein: „Hütet euch vor den falschen Propheten, die sich als Schafe verkleiden“ (Mt 7,15–20).
Jesus ruft uns dazu auf, zu seinen wahren Jüngern zu gehören (Mt 7,21–27), die sich nicht mit schönen Worten begnügen: „Herr, Herr“, sondern den Willen des Vaters tun. Der Heilige baut sein Leben auf den Fels, indem er auf die Worte Jesu hört und sie in die Tat umsetzt! Dem Heiligen Matthäus zu Folge ist die Gerechtigkeit die Heiligkeit, die darin besteht, den Willen Gottes zu tun. Also, auf geht’s, um mit Überzeugung und mit der Gnade Gottes zu entscheiden, heilig zu sein, schnell heilig, große Heilige!
Die Geistlichen Weisungen von Mutter Maria Augusta bezüglich der Heiligkeit
Geistliche Weisung Nr. 8: „Ihr würdet gerne heilig sein? Mit Zärtlichkeit richtet Jesus seinen Blick auf eure Schwächen; Satan wird sie ausnutzen, aber habt Vertrauen; öffnet Euch sofort und ihr werdet Unterstützung finden und nicht fallen. Seid vorsichtig: in eurem Herzen muss eine reine Flamme brennen. Lasst uns unsere Mission nicht vergessen. Lasst uns unser Versprechen nicht vergessen. Überlassen wir uns Gott, läutern wir uns, seien wir auf der Hut vor den Tücken des Teufels: wenn wir in Versuchung sind, gehen wir nicht alleine fort. Seien wir auf der Hut, beten wir, leiden wir, wachen wir, tuen wir Buße. Sehen wir vor: beichten wir. Lasst uns lieben, lasst uns lieben. Lasst uns für alle beten, bitten wir einander gegenseitig um Gebet; lasst uns viel beten; Jesus wird uns niemals im Stich lassen. Wir müssen an der Ehre Gottes arbeiten indem wir die Herzen seiner Kinder erziehen. Die Kraft der Gnade wird uns das erlösende Leiden nicht nehmen. Lasst uns auf die Liebe Jesu immer mit Liebe antworten.“
Diese Geistliche Weisung ist wichtig. Die kleine Thérèse Martin wollte schon von Kindheit an eine große Heilige sein. Es war der Heilige Geist, der diesen großen Wunsch in ihr weckte. Möge der Heilige Geist ihn auch in uns in diesem Monat November wecken! Aber der Wunsch, heilig zu sein, bedeutet nicht, für immer in der Heiligkeit verankert zu sein. Unsere Mutter ermahnt uns: Jesus, der uns kennt, blickt mit Zärtlichkeit auf unsere Schwächen. Wir vertrauen jedoch auf unseren Herrn, der zum heiligen Paulus sagte: „Meine Gnade genügt dir; denn die Kraft wird in der Schwachheit vollendet“ (2 Kor 12,9).
Geistliche Weisung Nr. 21: „Glauben wir nicht, dass es Wahnsinn sei, große Heilige werden zu wollen und darauf zu hoffen. Wir, die Lieblinge, die Vielgeliebten, die Privilegierten erinnern wir uns an die schwerwiegenden Worte unseres Herrn: „Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden“ (Luk 12, 48). Das gilt für uns, die Auserwählten, für uns wurden diese Worte ausgesprochen; also, Vorsicht! Je mehr man liebt, desto mehr betet man; lasst uns verstehen, was das Gebet für das Göttliche Herz des himmlischen Vaters darstellt. Lasst uns die Aufmerksamkeit unserer Seele liebend auf Jesus gerichtet lassen. Den Willen Gottes tun, bedeutet Ihn zu verherrlichen. Lasst uns einfach und hingegeben mit Jesus sein, wie Kinder; lassen wir diese Einfachheit auch im Umgang mit den Unseren walten: sie werden uns besser verstehen, sie werden uns besser lieben, sie werden unseren Herrn besser lieben.“
Diese Geistliche Weisung ist wie ein Echo des „kleinen Weges“ der heiligen Thérèse vom Kinde Jesu, zu dem wir gerade mit großer Freude in Lisieux gemeinsam mit unseren jungen Brüdern und Schwestern gebetet haben. Dieser kleine, evangelische Weg ist in Wahrheit der große Weg, der uns zur Heiligkeit führt. Schwester Therese vom Kinde Jesu wollte ein kleines Kind und zugleich eine tapfere Kriegerin sein! Unser Gründer empfing in seiner Jugend durch die Fürsprache der kleinen und tapferen Thérèse vom Kinde Jesu und des Heiligen Antlitzes zwei wichtige Tugenden: Eifer und Losgelöstheit! Lasst uns die Heiligkeit leidenschaftlich ersehnen – das ist kein Wahnsinn. Mit Gottes Gnade wollen wir kleine Kinder sein, stark wie tapfere Krieger!
Geistliche Weisung Nr. 55: Mutter Maria Augusta lädt uns ein, uns das Gebet des Heiligen Claude la Colombière anzueignen. Er war der treue Diener und der vollkommene Freund des Herzens Jesu und der vom Heiligen Geist erleuchtete Geistliche Begleiter der heiligen Margareta Maria: “Lasst uns im Geist des seligen Claude la Colombière zum Herzen Jesu beten: „Oh Jesus, ich spüre in mir ein großes Verlangen danach, dir zu gefallen und eine große Ohnmacht, dies zu erreichen ohne ein besonderes Licht und die Hilfe, die ich allein von dir erwarte. Es liegt an Dir, alles zu machen, mein Herr. Dir alleine wird die ganze Ehre meiner Heiligung zukommen, wenn ich heilig werde. Dies erscheint mir klarer als der Tag, aber dies wird für dich eine große Ehre sein und nur deswegen möchte ich nach Vollkommenheit verlangen.“ (Akt der Hingabe an das Heiligste Herz Jesu des Seligen Claude la Colombière) Lasst uns alle Anweisungen befolgen, die uns im Namen Jesu gegeben werden.“
Diese Geistliche Weisung will uns verständlich machen, dass wir nicht durch unsere armseligen menschlichen Kräfte heilig werden, sondern durch die Gnade Jesu. Ihm allein gebührt die ganze Ehre für unsere Heiligkeit. Stolz kann keine heilige Seele beseelen; nur die auf Jesus vertrauende Demut und das Verlangen nach der Herrlichkeit Jesu können Heiligkeit hervorbringen. Also, lasst uns ohne Furcht in diesen November hineingehen! Jesus will aus uns die Heiligen Deutschlands, Europas und der Welt machen, um die Zivilisation der Liebe aufzubauen! Leo XIV. drängt uns dazu!
Die Heiligkeit ist für jeden möglich. Unser Blick sei stets auf Jesus gerichtet !
Der heilige Paulus schrieb an die Galater: „Ich bin mit Christus gekreuzigt worden. Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Was ich nun im Fleische lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.“ (Gal 2,20). Mit Jesus zu leben bedeutete für den heiligen Paulus nicht, sich in sich selbst zurückzuziehen und diesen Schatz für sich zu behalten, sondern von diesem brennenden Verlangen verzehrt zu werden: Jesus zu den anderen zu tragen, weil Jesus es „eilig“ hat, die Herzen für seine Liebe zu erobern (2 Kor 5,14). Der Glaube des heiligen Paulus war stark, lebendig, denn er wusste, an wen er geglaubt hatte („scio cui credidi“ 2 Tim 1,12): Jesus war das einzige Fundament seines Glaubens, der von der Eucharistie genährt wurde. Lasst uns wie der Apostel der Völker unseren Blick unablässig auf Jesus richten!
Das ewige Glück, zu dem alle Menschen berufen sind, ist nicht einer menschlichen Elite vorbehalten, sondern muss allen mit Überzeugung und ohne Furcht angeboten werden. Alle haben ein Recht darauf! Lasst uns in Gemeinschaft mit den Heiligen und den Seelen im Fegefeuer, uns wirklich für die Heiligkeit entscheiden, den Blick auf Jesus und Sein Reich des Lichts und der Liebe gerichtet, zu dem alle Menschen eingeladen sind! Aber vergessen wir nicht, dass allein Jesus die Ehre unserer Heiligkeit zuteilwerden wird!
4) Weiterbildung
Wir laden euch ein, euch (eure Notizen über) die Vorträge unserer Jugendsession zum Wort Gottes anzusehen. Lasst uns die dogmatische Konstitution „Dei Verbum“ des Zweiten Vatikanischen Konzils vertiefen. Dann werden wir besser verstehen, dass ohne Jesus niemand heilig sein kann!
5) Aktion
Helfen wir unseren Brüdern wahrhaftig in Gemeinschaft der Heiligen und der Seelen im Fegefeuer zu leben. Die Heiligen und Seelen im Fegefeuer werden uns helfen, das Geistliche Wort dieses Monats zu verstehen und zu leben.
6) Austausch
Wir danken Gott für alles, was wir in diesen Herbstferien erlebt haben: die Pilgerfahrt für die Berufungen nach Le Puy und Espaly; Exerzitien für alle in Sélestat, Sens und Cannes; das Treffen der „Foyers amis“; die Pilgerfahrt der Teenager nach Lyon, Ars und Paray; die Teilnahme an der Tagung „Kindheit und Heiligkeit“ in Montligeon; Jugendtagung in Saint-Pierre über das Wort Gottes; Pilger- und Exerzitienreise der jungen Dominis nach Île-Bouchard, auf den Spuren der Märtyrer der Vendée und des heiligen Louis-Marie Grignion de Montfort, nach Le Vincin und nach Sainte-Anne-d’Auray, zum Gedenken an die tapferen Soldaten, die in der Normandie ihr Blut vergossen haben, damit Frankreich, Deutschland, Europa und die Welt von der satanischen Ideologie Hitlers und der Nazis befreit würden; und schließlich ein Tag zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Schnee in Sens zur Vorbereitung auf den 80. Jahrestag der Segnung der Statue Unserer Lieben Frau vom Schnee: Dieser Pilgertag stand unter dem Vorsitz des Erzbischofs von Sens-Auxerre, Bischof Pascal Wintzer.
Wir können nur staunen über die liebevolle Fürsorge Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, sowie des Unbefleckten Herzens Mariens, dessen Triumph sich ankündigt. Lasst uns keine Angst haben, auch wenn die Hölle sich aufregt! Wir danken Euch für Eure Gebete und Eure Großzügigkeit, und ich segne Euch herzlich und versichere Euch der Gebete und der Zuneigung von Pater Joseph, Mutter Hélène und all unseren Brüdern und Schwestern. Bereiten wir uns aktiv auf das große Fest Unserer Lieben Frau vom Schnee in St-Pierre-de-Colombier am 5., 12. oder 19. Dezember vor. Nochmals vielen Dank für Ihre unerschütterliche Unterstützung, Ihre Großzügigkeit und Ihre Gebete.
Pater Bernard